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11. ZBR AUVA Beachvolleyballturnier 2018

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Im Auftrag vom ZBR richtete der Angestelltenbetriebsrat des UKH Klagenfurts, BRV Kanduth mit seinem Team,  das mittlerweile schon traditionelle Beachvolleyball Turnier  zum 11. Mal im Strandbad Klagenfurt aus. Bei optimalen äußeren Bedingungen und unter einer rekordverdächtigen Anzahl von Teilnehmern mit 25 Teams und zahlreichen mitgereisten Fans wurde das Turnier ausgetragen.  Auffällig ist, das sich diesen Event schön langsam als eine familienfreundliche Veranstaltung etabliert. So wurde heuer auch erstmals ein beschatteter Kindergarten aufgebaut, eine Flamingo- und Schwanen Relax Insel gebildet und eine kleine Zeltstadt am Gelände errichtet.

Tolle Stimmung und spannende Spiele beherrschten tagsüber das Geschehen auf allen Beachvolleyball Spielplätzen im Strandbad, Auffällig dabei war, dass sich eine gewisse Normalität und Routine eingependelt hat. Gab es vor Jahren noch zahlreiche Interventionen, Diskussionen und Streitereien, so verläuft mittlerweile das gesamte Turnier äußerst professionell und diszipliniert ab.  So ist es nicht verwunderlich, dass wir heuer auch den Zeitplan um über eine Stunde verkürzen konnten.

Sieger im Crazy Cup wurden das Team “Die Debütanten” aus dem UKH Graz, vor unserem Team “Flying Ball” aus Klagenfurt.

Sieger im Mastercup wurde das Team: “Old Schmetterhand 1” aus  dem Reha Zentrum Bad Häring vor dem  Team  “Tobelbad 1” aus der Steiermark.  Auch der neu geründete “Wolfgang Gratzer Wanderpokal” geht daher für ein Jahr nach Tirol.

Organisatoren und “Helferlein” der Veranstaltung

Heiratswilliger “Polterer Karli”

Abends ging es dann bei der Siegerehrung im Gut Drasing wieder hoch her.  Nachdem das Abendessen und die Siegerehrung vorbei waren, überraschten die Klagenfurter Kolleginnen und Kollegen unseren Schurian Karli mit einer Polter- Einlage, zumal er ja in Kürze heiraten wird.  Das heizte die Stimmung zusätzlich an, sodass die Party erst so richtig durchstartete und bis in die frühen Morgenstunden andauerte.  Erst bei Tagesanbruch drehte Dj Cantu die Musik ab und schön langsam verliesen die Letzten den Innenhof.

Herzlichen Dank an alle Helferlein, die zum Guten Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Bilder findest du im UK Net unter: Fotogalerie_UK\Sport\Beachvolleyball\2018 Beachvolleyball

 

BM Hartinger live auf Ö1

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Transkript: Beate Hartinger-Klein bei Stefan Kappacher im Ö1 Morgenjournal 16.6.2018

Eine wirklich lesenswerte Unterlage.  

Und wenn du es nicht glauben kannst hier noch einige Tage zum Nachhören: ORF

 Beate Hartinger-Klein

Also, ich freue mich sehr über diesen Initiativantrag, weil es letztendlich den ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit bietet, flexibel ihre Lebenswelt auch einzuteilen.

Stefan Kappacher

Aber ‘freiwillig’ steht nicht drinnen. Also, das könnte man doch hineinschreiben, oder?

Beate Hartinger-Klein

Schauen Sie, es nichts anderes, dieser Initiativantrag, als die Umsetzung von Betriebsvereinbarungen, die es schon gibt. Und andererseits auch, was 2017 von Sozialpartnern zusammen verhandelt wurde.

Stefan Kappacher

In den meisten dieser Betriebsvereinbarungen steht drinnen, dass die 11. und 12. Überstunde, die ja in Ausnahmefällen jetzt schon möglich ist, mit einem Zuschlag von 100 Prozent abgegolten wird. Das streichen Sie mit diesem neuen Gesetz komplett. Die Gewerkschaft spricht in dem Zusammenhang von ‘Lohnraub’. Was sagen Sie dazu?

Beate Hartinger-Klein

Man muss sich wirklich das genau anschauen. Und Sie werden sehen, dass das nicht stimmt.

Stefan Kappacher

Sie bestreiten das jetzt.

Beate Hartinger-Klein

Mhm.

Stefan Kappacher

In der Praxis, die Zuschläge , die von den Betriebsräten herausverhandelt werden im Rahmen dieser Betriebsvereinbarungen, in der Regel 100 Prozent sind.

Beate Hartinger-Klein

Es ist eine Verunsicherung, die da betrieben wird von der Gewerkschaft, dass mir wirklich leidtut. Weil – noch einmal – diese Verhandlungen wurden auf Sozialpartner-Ebene geführt. Es ist nichts anderes als das, was wir umgesetzt haben, was damals – also 2017 – verhandelt wurde. Und ich finde es eigentlich unerhört von der Gewerkschaft, solche Verunsicherungen zu betreiben.

Stefan Kappacher

Ich beziehe mich ja nicht auf diese angebliche Einigung zwischen den Sozialpartnern. Die wird so oder so jetzt bewertet. Und Sie verwenden es als Munition. Das ist auch Ihr gutes Recht. Sondern, ich beziehe mich auf diese Betriebsvereinbarungen. Und die gibt es ja, die liegen ja vor. Und da wurden von den Betriebsräten Benefits herausverhandelt für die Arbeitnehmer im Ausgleich für das längere Arbeiten. Das fallt jetzt alles weg. Es steht nichts im Gesetz drinnen, das…

Beate Hartinger-Klein

Warum soll das wegfallen? Ich verstehe das nicht.

Stefan Kappacher

Weil es im Gesetz nicht drinnen steht, dass die ArbeitnehmerInnen…

Beate Hartinger-KleinJa, aber die Betriebsvereinbarungen… Ist ja unbenommen, dass es Betriebsvereinbarungen weitergeben kann.

Stefan Kappacher

Ja, aber sie sind nicht notwendig, weil ja die Arbeitszeit gesetzlich ausgeweitet wird.

Beate Hartinger-Klein

Ein Teil ist gesetzlich geregelt, ein Teil kann man per Betriebsvereinbarungen weiterhin machen.

Stefan Kappacher

Welchen Teil kann man per Betriebsvereinbarungen machen?

Beate Hartinger-Klein

Den Sie zum Beispiel auch angesprochen haben.

Stefan Kappacher

Ja, aber man muss nicht.

Beate Hartinger-Klein

Aber es wird jeder Betriebsrat sich für seine Arbeitnehmer einsetzen weiterhin.

Stefan Kappacher

Ja, aber der Betriebsrat ist ja nicht mehr notwendig, er muss nicht mehr gefragt werden, ob 12 Stunden gearbeitet werden kann.

Beate Hartinger-Klein

Wer sagt das? Wer sagt, dass der Betriebsrat nicht mehr notwendig ist?

Stefan Kappacher

Um 12 Stunden am Tag zu arbeiten. Deswegen machen Sie das Gesetzt.

Beate Hartinger-Klein

Schauen Sie, ich glaube, diese ganze Diskussion Richtung Klassenkampf, ausspielen Arbeitgeber – Arbeitnehmer das ist einfach nicht mehr adäquat. Jeder Arbeitgeber ist froh, qualifizierte Arbeitnehmer zu bekommen.

Stefan Kappacher

Aber Sie stimmen mir zu, dass der Betriebsrat nicht zustimmen muss, wenn ein Arbeitgeber 12 Stunden am Tag arbeiten lassen will?

Beate Hartinger-Klein

Es ist immer ein Geben und Nehmen. Und das ist den Arbeitgebern bewusst. Und den Arbeitnehmern auch.

Stefan Kappacher

Also, Sie setzen und hoffen da auf den ‘Good will’ der Arbeitgeber. Weil die Arbeitnehmer müssen ja, weil es ja gesetzlich geregelt ist.

Beate Hartinger-Klein

Es muss niemand. Wir haben so viele… eine Hochkonjunktur und so viele Arbeitsplätze. Es muss niemand.

Stefan Kappacher

Aber die Zeiten können sich ändern. Gesetze werden ja nicht für den Status-Quo gemacht.

Beate Hartinger-Klein

Noch einmal: Sie haben aus meiner Sicht ein falsches Bild in der Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Arbeitgeber sind froh, qualifizierte Arbeitnehmer zu finden und ihnen auch die Möglichkeiten zu geben, ihre Lebenswelten, ihr Privatleben auch entsprechend einzuteilen.

Stefan Kappacher

In dem Entwurf ist ein Ablehnungsrecht für Arbeitnehmer und ArbeitnehmerInnen vorgesehen. Das muss man aber begründen. Man muss da quasi sein gesamtes Freizeiterhalten offenlegen. Warum machen Sie dieses Ablehnungsrecht nicht begründungslos? Also, dass man das gar nicht begründen muss, sondern einfach sagen kann: Ich möchte nicht länger arbeiten.

Beate Hartinger-Klein

Naja, ich meine, das ist klar, dass nicht aus justament Standpunkt ‘Ich will nicht’, sondern ma

 

ZBR Erik Lenz übergibt die Unterschriften

Da die Bundesregierung angekündigt hat, die Sozialversicherungsreform im Ministerrat Mitte Mai zu beschließen, haben wir die bisher eingegangenen Unterschriften öffentlich am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt übergeben. Das waren ca. 112.000 Unterschriften, die der Verein #aufstehn.at mit der Online-Petition gesammelt hat und gut 78.000 Unterschriften, die wir in Papierform hatten, gesamt mehr als 190.000 Unterschriften!

Die Unterschriftslisten füllten drei Kartoffelsäcke, die wir auf einem Krankenbett transportierten („Andere haben Gangbetten, wir haben sogar Straßenbetten“ – Manfred Rabensteiner). Bei der Veranstaltung wurden wir von zahlreichen Nationalratsabgeordneten, unter Anderem Peter Schieder, Bepo Muchitsch oder Alois Stöger unterstützt. Gesprochen haben Susi Prager, die Initiatorin der Online-Petition, Wolfgang Katzian, künftiger ÖGB-Präsident, Christian Meidlinger (Younion), Willi Steinkellner (Vida), Barbara Teiber (GPA-djp) und ich. Es kommen auch jetzt täglich noch mehrere tausend Unterschriften im ZBR-Büro an. Bitte sammelt weiter, ich habe angekündigt, dass wir weiter sammeln werden, bis die Zerschlagung der AUVA kein Thema mehr ist.

Hier findest du einige Berichte in den Medien. 

ORV TV THEK;    Kurier;   Volksblatt;

 Danke an alle, die die Veranstaltung durch ihr Kommen unterstützt haben und ein besonderer Danke an die Kolleginnen und Kollegen, die unter der Organisation von Thomas Hirsch für eine großartige Präsentation und Umsetzung sorgten.

Folge dem Link zu weiteren Bildern

 

 

ZBR Newsletter Sozialversicherungsumbau-Vorhaben der Regierung. Was bisher geschah – Zusammenfassung ZBR

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Sondernewsletter 5. Mai 2018

Hier findest du den Originalartikel

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

Was für ein aufregendes Jahr, was für ein spannender April. Vor genau einem Jahr wurde ich zum Vorsitzenden des Zentralbetriebsrates gewählt. In diesem Jahr hat sich nicht nur für mich einiges geändert. Es konnte – beispielsweise mit der Neugestaltung von vielen Betriebsvereinbarungen – unsere Kultur des Zusammenarbeitens von Vorstand, Generaldirektion und BetriebsrätInnen modernisiert werden. Nicht überall herrschte Konsens, so dass auch Klagen bei Gericht durch den Zentralbetriebsrat gegen die AUVA eingebracht werden mussten. Aber alles in allem konnten wir im Betrieb und bei den Gehaltsverhandlungen in der gesamten Sozialversicherung Fortschritte erzielen, wenn ich nur an die neuen Regelungen in der Pensionskasse denke.

Trotz dieser internen Aspekte standen die letzten zwölf Monate aber ganz klar im Zeichen eines von außen auf die AUVA und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeübten Drucks. Und diesem Aspekt und vor allem einer Zusammenfassung der letzten Wochen widmet sich diese Sonder-Newsletter.

Am 10. Mai 2017 trat Vizekanzler und ÖVP-Obmann Dr. Reinhold Mitterlehner zurück, sein Nachfolger als ÖVP-Obmann, Sebastian Kurz forderte umgehend Neuwahlen, die für Mitte Oktober anberaumt wurden.

Die von der Regierung davor in Auftrag gegebene Studie über das Sozialversicherungssystem in Österreich und mögliche Verbesserungen, die sogenannte „LSE – Studie“ wurde von uns bange erwartet. Das deshalb, da die Frage beantwortet werden sollte, ob die Unfallversicherung als eine eigene Sparte der Sozialversicherung in Österreich Sinn macht. Die Studie erschien im Sommer und beinhaltete einige Modelle zu einer möglichen Trägerstruktur und mögliche Einsparungspotenziale in der Sozialversicherung, die sie mit 120 Millionen € jährlich berechnete. Zur Frage der Auflösung der Unfallversicherung stand vereinfacht gesagt drinnen, diese sei zwar möglich, aber rechtspolitisch schwierig und wenig sinnvoll.

Wir haben uns im ZBR intensiv mit der LSE-Studie auseinandergesetzt und werden die Argumente, die für den Erhalt der AUVA sprechen gerne in einer sachlich zu führenden Diskussion verwenden. Aber der Zeitpunkt für diese sachlich zu führende Diskussion scheint derzeit (noch) nicht gegeben.

Schon im Wahlkampf war ersichtlich, dass die Sozialversicherung, ihre Trägeranzahl und die sogenannten Privilegien der Beschäftigten Themen sein werden. So sagte etwa Sebastian Kurz am 11. Oktober im ORF: „Wir haben 21 Sozialversicherungsträger. Wenn wir die auf einen zusammenlegen, dann heißt das nicht, eine schlechtere Leistung für den Patienten, sondern es kommt mehr Geld beim Patienten an, weil man im System spart.“

Bei der Nationalratswahl Mitte Oktober gewannen alle drei sogenannten Großparteien an Stimmenanteil dazu, die Grünen erlitten ein schweres Debakel und flogen aus dem Nationalrat. Dort vertreten sind weiterhin die NEOS und neu die Liste Pilz.

Auch in der Zeit der Regierungsverhandlungen gab es immer wieder Gerüchte, wie die Sozialver-sicherungslandschaft ausschauen könnte. Mitte Dezember wurde das Regierungsübereinkommen von ÖVP und FPÖ präsentiert. Für die AUVA kam es besonders dick. Die geplante Absenkung des Unfallversicherungsbeitrags auf 0,8% entspricht einer Budgetkürzung von fast 40%. Der Satz: „Sollte dieses Ziel nicht erreicht werden, so sind gesetzliche Maßnahmen zu setzen, um die Leistungen der AUVA in die Kranken- bzw. Pensionsversicherung überzuführen.“ lies alle Alarmglocken schrillen. Weitere Nettigkeiten mit AUVA-Bezug: Eine Zusammenlegung der Prävention mit der Arbeitsinspektion ist geplant. Im übertragenen Sinn wäre das so, als würde man Steuerberater und Finanzamt zusammenlegen. Und dann gibt es im Regierungsprogramm auch den Hinweis, dass die Regierung die DO.-Pensionen abschaffen möchte.

Nun ist ja ein Regierungsabkommen zunächst einmal nichts anderes, als eine Absichtserklärung der beiden Parteien und man könnte sagen, das muss man nicht so ernst nehmen. Ist schon oft was drinnen gestanden, was dann nicht umgesetzt wurde. Wir sahen es im Zentralbetriebsrat aber anders und begannen daher umgehend, uns auf verschiedene Szenarien vorzubereiten. Und es war richtig, sich sofort vorzubereiten, wie sich zeigte.

Bereits Anfang Jänner sprach die Frau Sozialminister Mag. Beate Hartinger-Klein davon, dass die Einrichtungen der AUVA zu den Ländern wechseln könnten. Anfang März sorgte sie für Irritationen, als sie in einem Interview davon sprach, sie wüsste, wie die AUVA das Geld sparen könne, aber sie sage es nicht. Beide Ausschnitte aus Pressemeldungen wurden mit der letzten MitarbeiterInnen-Information versendet, am 4. April.

Im Regierungsabkommen stand auch, dass die AUVA bis Ende 2018 ein Konzept erstellen solle. Und dann kam der 5. April und das Jahr war nach Ansicht der Sozialministerin offensichtlich vorüber. Ab hier gibt es die interessantesten Meldungen und Wendungen chronologisch.

Eine Videodokumentation “Hartinger, der Film (Dauer ca. 2 Stunden) findet ihr hier: Link \pcukbr01\freigabe$ kopieren und In der Internet Eingabezeile  einfügen.  Bilder  davon findet ihr im UK Net unter Fotos Allgemein Veranstaltungen 2018 AUVA in Gefahr !

Donnerstag, 5.4. 2018: „Sozial- und Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) geht davon aus, dass die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) tatsächlich aufgelöst wird. Sie glaube nicht, dass die AUVA die geforderten 500 Millionen Euro an Einsparungen erbringen wird, sagte Hartinger-Klein im Gespräch mit der APA.“

Die Presse nimmt sich sofort des Themas an, erste Unterstützer stellen sich ein, etwa Ärztekammer-Präsident Dr. Thomas Szekeres („AUVA-Auflösung wäre Katastrophe für Unfallversorgung“) oder Dr. Alexander Biach. Der Hauptverbands-Chef spricht sich “sehr klar dafür aus, die volle Leistungsfähigkeit der AUVA, angefangen von der Unfallprävention über die Unfallbehandlung in den UKHs, der anschließenden Unfall-Rehabilitation bis hin zur Absicherung bei Invalidität, zu erhalten”.

Freitag, 6.4. 2018 Erste Maßnahmen werden beschlossen, öffentlichkeitswirksame Aktionen der Belegschaft ab 10.4.2018 angekündigt. Die Onlinepetition wird gestartet und hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 28.000 UnterstützerInnen.

Sonntag, 8.4.2018 Die Ministerin stellt die Notwendigkeit einer Unfallversicherung generell in Frage: „Wenn Sie einen Arbeitsunfall haben und behindert sind, bekommen Sie eine Rente, nach einem Freizeitunfall bekommen Sie eine Pension. Es gibt aber andere Sozialversicherungsträger, die diesen Unterschied nicht machen. Die Frage ist einfach, ob man einen solchen Overhead braucht.“ Im selben Interview meint sie: „Ich kann derzeit nicht sagen, ob die Spitäler alle erhalten bleiben oder nur einige.“

Montag, 9.4.2018 Nachdem bekannt wird, dass die PatientInnen und Beschäftigten der AUVA am Dienstag öffentlichkeitswirksam informiert werden sollen, gibt es erste Interviews von BetriebsrätInnen im Radio.

Dienstag, 10.4.2018 Die Maßnahmen der Beschäftigten sind das zentrale Thema in den österreichischen Medien. Von 6:00 bis 24:00 Uhr wird in jeder Nachrichtensendung berichtet. Hauptgrund dafür ist die Betriebsversammlung, die von den Betriebsratskörperschaften im Lorenz-Böhler-Krankenhaus (BRV Manfred Rabensteiner und BRV Peter Redl) großartig organisiert und im Beisein der kollegialen Führung des Traumazentrums Wien veranstaltet wurde. Zeitgleich finden bei allen AUVA-Einrichtungen Informationsver-anstaltungen für PatientInnen und Beschäftigte mittels Flugblatt statt.

Politische Reaktionen auf unsere Aktionen:

Was hier betrieben wird ist Leichentuchwachlerei“ – Beate Hartinger-Klein, Bundesministerin ASGK

Das Ziel ist und bleibt, dass es in Österreich nur noch fünf Sozialversicherungsträger gibt, vorausgesetzt die AUVA kann die Sparvorhaben einhalten, sonst sind es vier“ – August Wöginger, ÖAAB Obmann und ÖVP-Klubobmann im Nationalrat

Das sind Neinsager und Querschießer“ – Sandra Kern, Bundesrätin und Landesgeschäftsführerin des ÖAAB in NÖ

Donnerstag, 12.04.2018 Gemeinsame Betriebsversammlung im UKH und RZ Meidling – hervorragend gestaltet von den Betriebsratskörperschaften unter BRV Robert Rois, BRV Manfred Zeitlberger und BRV Florian Zweckmayr.

Freitag, 13.04.2018 Flashmob beim Büro von Sozialministerin Hartinger-Klein. Die Online-Petition hat 100.000 Unterschriften. Der Vorstand der VAMED erklärt, dass ein Unfallkrankenhaus nicht kostendeckend geführt werden kann und die VAMED daher kein Interesse an den UKHs hätte. Der Salzburger Landeshauptmann Haslauer sagt im Radio, er sei gegen die Auflösung der AUVA. Er ist damit bis heute einer der wenigen Landespolitiker, die sich positionierten.

Samstag, 14.04.2018 Auch am Wochenende wird für das Ziel des Erhalts unseres Dienstgebers weitergearbeitet. Beispielsweise werden in Klagenfurt am Benediktinermarkt von Betriebsrätinnen und Betriebsräten der AUVA 900 Unterschriften gesammelt, eine Woche später am selben Ort 1.400!

Montag, 16.04.2018 Meine Stellvertreterin BRV Martina Kronsteiner und ich haben einen Termin bei der Ministerin und stellen das ZBR-Konzept vor, das Einsparungen im Milliardenbereich bringen könnte und vor allem auch menschliches Leid verhindern würde. Wir warten auf eine Einladung der Ministerin zu einem Folgetermin, die damit zeigen könnte, dass es in der Diskussion tatsächlich um Menschen und Einsparungen geht und nicht nur um Wahlversprechen, die ohne Rücksicht auf die Folgen eingelöst werden.

Mittwoch, 18.04.2018 Das ZBR-Konzept wird in einer Pressekonferenz öffentlich präsentiert, nachdem es zwischen 16. und 18. April beispielsweise Meinungsbildnern in politischen Parteien, den Sozialpartnern und Gewerkschaften in der Hoffnung zugespielt wurde, dass diese Positionen daraus aufnehmen. Das gelingt auch, schreibt etwa der stellvertretende Hauptverbandspräsident und Generalsekräter des ÖGB Bernhard Achitz: „Das heute präsentierte Konzept des AUVA-Zentralbetriebsrats kann ein wesentlicher Baustein für die Reform des Sozialversicherungssystems sein, denn es beschränkt sich nicht auf Kosten- und Leistungsverschiebungen zwischen den einzelnen Trägern, sondern will nachhaltige Reformen angehen und die Prävention stärken. Davon profitieren die Bevölkerung, die Unternehmen und die gesamte Volkswirtschaft.“

Donnerstag, 19.04.2018 “Wir wollen mehr Gerechtigkeit im Pensionssystem herstellen und die Sonderprivilegien streichen. Gleichzeitig erhöhen wir die Mindestpension auf 1.200 Euro bei 40 Beitragsjahren”, Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler.

Im RZ Häring findet eine Betriebsversammlung statt. BRV Sepp Lintner inszeniert eine gemeinsame Informationsveranstaltung für PatientInnen und Beschäftigte. Als Gäste kann er u.a. den Tiroler Arbeiterkammerpräsidenten Erwin Zangerl begrüßen.

Freitag, 20.04.2018 Sternmarsch in Salzburg. Mehr als 700 TeilnehmerInnen starten bei der Landesstelle und dem UKH Salzburg und marschieren los Richtung Arbeiterkammer Salzburg. Auf dem Weg treffen sie auf die Beschäftigten der Salzburger Gebietskrankenkasse, der Pensionsversicherung und weiterer Personengruppen, die sich dem Marsch anschließen. Bei der gemeinsamen Veranstaltung vor der Arbeiterkammer finden sich bei bestem Wetter und prächtiger Stimmung mehr als 2.000 Menschen und ein Hund ein.

Die Veranstaltung stellte auch plakativ eine „Übergabe in der Öffentlichkeitsarbeit“ an die anderen Sozialversicherungsträger dar.

Dienstag, 24.04.2018 Es ist Zeit für eine erste Manöverkritik und Evaluation unserer Aktivitäten. Besonders erfreulich finde ich, dass unsere Aktionen auch außerhalb der AUVA vielfach gelobt, als konstruktiv und angemessen betrachtet werden und dies sowohl von Obmann Ofner als auch von der Generaldirektion im Rahmen der letzten Sitzung des Verwaltungsausschusses des Vorstandes in dieser Art dargestellt und wertgeschätzt wird.

Mittwoch, 25.04.2018 Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Strache erklären in einer Pressekonferenz, die Sozialversicherung und ihre Beschäftigten hätten unzählige Privilegien, zu viele Dienstautos und würden mit Beiträgen an der Börse spekulieren, statt die Beiträge zu senken. Fake-News, wie wir sie bisher eher aus anderen Ländern kannten. Der Hauptverband stellt die Behauptungen umgehend richtig. “Ich bin schon etwas enttäuscht, dass auf diesem Niveau diskutiert wird und nicht faktenbasiert” sagt Hauptverbandspräsident Biach. Die AUVA hat übrigens tatsächlich 31 Fahrzeuge, zB Patiententransportwägen, ein Feuerwehrauto, Transportfahrzeuge. Nur wenige Medien übernehmen die Argumentation der Regierungsspitze, darunter die Kronenzeitung. Aus diesem Grund startet eine Leserbriefaktion über die Onlineplattform www.aufstehn.at. Hunderte Leserbriefe werden an die Kronenzeitung versendet.

Donnerstag, 26.04.2018 Wir erhalten Antwort auf unsere Briefe, die wir Ende März von den Betriebsratskörperschaften an die Ministerin schickten. Neben bereits bekannten Aussagen zum Weiterbestand der Krankenhäuser, allerdings ohne näher darauf einzugehen, ob diese auch künftig zur AUVA gehören, findet sich darin auch folgende Passage: “Es gibt gar keinen Grund, existenzielle Ängste zu schüren, wenn integrative Konzepte vorgesehen sind. Denn im Regierungsprogramm ist als Plan B auch vorgesehen, die Leistungen der AUVA in die Kranken- bzw. Pensionsversicherung zu integrieren.”

Samstag, 28.04.2018 Seit vielen Jahren findet zu diesem Datum der „Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ statt. Daher war mit Artikeln zum Nutzen der Prävention und zur Bedeutung der Reduktion arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren zu rechnen. In einigen Medienberichten wurde die vermehrte Prävention arbeitsbedingter Krebserkrankungen gefordert. Ein Thema, das auch im ZBR-Konzept beschrieben ist und den Präventionsschwerpunkt der AUVA in den kommenden Monaten abdeckt. Auch dass die Prävention von Freizeitunfällen viel Geld sparen könnte, wurde thematisiert, beispielsweise vom Vorsitzenden der Landesstelle Linz, Dr. Erhard Prugger.

Dienstag, 01. 05. 2018 Am Brigitta-Platz in Wien sammeln sich auf Grund unseres Aufrufs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Verwaltungsstellen und Einrichtungen der AUVA und nutzen den traditionellen Maiaufmarsch zur überfraktionellen Darstellung der AUVA und ihrer Bedeutung. Am Ende sind es 2.000 oder etwas mehr Menschen, die – überwiegend mit gelben Warnwesten bekleidet – über die Friedensbrücke und den Ring als AUVA-Delegation zum Wiener Rathaus marschieren. Ein beeindruckendes Bild. Erfreulich die hohe Anzahl an Führungskräften und Mitgliedern der Selbstverwaltung, die sich dem Zug anschließen.

Status und Ausblick

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine gesicherten Meldungen, wie und in welchem Umfang die AUVA weiterbestehen wird bzw. wie eine neue Struktur der Sozialversicherung aussehen würde. Wir erwarten, dass die Bundesregierung am 16.5. ein Konzept zu den Sozialversicherungen im Ministerrat beschließt und dann präsentiert. Da wird dann die Katze zumindest ein Stück weit aus dem Sack gelassen werden. Aber auch das wird nur ein Zwischenschritt sein, denn die Diskussionen werden uns noch länger begleiten.

Da wir uns auf eine andauernde Auseinandersetzung vorbereiten, werden die (Zentral-) Betriebsratsvorsitzenden aller Sozialversicherungsträger in den kommenden Tagen bei einer Klausur in Salzburg die nächsten Schritte beschließen und vorbereiten.

Abschließend möchte ich mich bei allen Betriebsrätinnen und Betriebsräten bedanken, die dazu beigetragen haben, dass die vorbereiteten und durchgeführten Maßnahmen in der Qualität und mit dem Engagement umgesetzt wurden. Die oben dargestellten öffentlichkeitswirksamen Aktionen waren nur ein Teil der tatsächlich durchgeführten Projekte. Weitere werden folgen. Wir werden Schwerpunkte thematisch und regional setzen, es kann also sein, dass gerade in deiner Dienststelle etwas geplant wird. Wir bitten weiterhin um deine Unterstützung.

Gemeinsam für unsere AUVA!

Freundliche Grüße

Erik Lenz

 

 

43 AUVA Skirennen Bad Häring

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Alles “Neu in Häring” hieß es heuer. Unter diesem Motto organisierte unser BRV Kollege Lintner Sepp aus dem RZ Häring das 43. ZBR AUVA Skirennen 2018. Zum Einen wurde diesmal das Skirennen erstmals im Skigebiet Scheffau ausgetragen,  zum Anderen war der Sportplatz in Bad Häring der ideale Standort für das Festzelt, in dem sowohl die Race Party am Freitagabend als auch die Siegerehrung mit anschließendem Apres Ski am Samstagabend veranstaltet wurde.

Untergebracht waren wir im ****Hotel Das Sieben,  ein 4* Superior Gesundheits-Resort, Hotel & SPA in Tirol das alle Stückerl spielte.

260 Teilnehmer aus der gesamte AUVA Österreichs war dabei.  mehr als die Hälfte davon  nahmen auch am Skirennen in diversen Kategorien teil.  Bei idealen äußeren Rahmenbedingungen – Sonnenschein, perfekter Organisation und besten Pistenverhältnissen – erlitt leider ein Teilnehmer eine derart schwere Verletzung, sodass er mit dem Hubschrauber abtransportiert werden musste. Nach eine 45 minütigen Unterbrechung konnte das Rennen jedoch weitergeführt und beendet werden.

Aus Klagenfurt waren 29 Teilnehmer dabei und fast alle, die am Start waren, konnten eine Medaille mit nach Hause nehmen (siehe Ergebnisliste). Leider konnte unser Kollege Schurian Karli (Zweiter Discjockey) krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Daher konnte auch der für ihn geplante Polterabend mit zahlreichen überraschenden Aktivitäten von der gesamten Mannschaft nicht durchgeführt werden. So lag es nun bei Dj Cantu alleine,  für den entsprechenden musikalischen Rahmen zu sorgen. Und wahrlich, es waren zwei gelungene Abende mit ausgelassener Partystimmung.

Schnellster Teilnehmer aus Kärnten war diesmal unser Kollege Kopr Franz von der Außenstelle  vor unser Kollegin Dullnig Sonja und BRV  Kanduth Günther (gleiche Zeit).  Am späten Sonntag Vormittag traten wir alle gemeinsam gesund und ausgeschlafen die Heimreise, da die Wettervorhersage für Sonntag eher kalt und windig prognostiziert war.  Die Heimreise wurde mit einem gemeinsamen Mittagessen im “Josef” in Villach abgeschlossen.

Fotos findest du im UK Net unter  Fotos Allgemein – Fotogalerie_UK\Sport\Schifahren

Obmann Ofner im Gespräch mit IV Präsident Kapsch

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SV-Träger – AUVA kann aus eigener Kraft nur 100 Mio. Euro einsparen

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) muss laut Regierungsprogramm bis Ende des Jahres ein Konzept zur Einsparung von 500 Millionen vorlegen, sonst droht ihr die Auflösung. Aus eigener Kraft schafft sie allerdings nur 100 Mio., sagte Obmann Anton Ofner am Donnerstag in einem Pressegespräch mit dem Präsidenten der Industriellenvereinigung, Georg Kapsch.

Nachdem der Unfallversicherungsbeitrag für die Unternehmer schon 2014 von 1,4 Prozent auf 1,3 Prozent gesenkt wurde, will Ofner mit 1. Jänner 2019 noch um einen weiteren Zehntel-Prozentpunkt auf 1,2 hinuntergehen, was ohne Freisetzungen von Mitarbeitern und ohne Bettenabbau möglich sei. Dies entspreche etwa 100 Mio. Euro, sagte er.

Die Hälfte des Betrags schaffe man aufgrund der guten Konjunkturlage einnahmenseitig. Der Rest soll durch Konsolidierungsschritte hereingebracht werden, etwa durch die teilweise Verlegung isolierter Reha-Zentren – für Ofner ein “Relikt aus der Vergangenheit” – direkt zu den Unfallkrankenhäusern.

Enthalten sein soll dies in einem Konzept, das Mitte des Jahres fertig und mit Gesundheits- und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) akkordiert sein soll. Im Juni könnte der Beschluss im AUVA-Vorstand fallen, die Beitragssenkung soll dann mit Jahresbeginn 2019 in Kraft treten.

Allerdings verlangt die Regierung eine Beitragssenkung auf 0,8 und nicht nur auf 1,2 Prozent. “Das kann man nicht aus dem Betrieb heraus einsparen”, betonte Ofner einmal mehr: “Um in diese Größenordnung zu kommen, müssen systemfremde Leistungen entfernt werden.”

An den Kragen gehen soll es aus seiner und Kapsch’ Sicht etwa dem im Paragraf 319a ASVG geregelten sogenannten Pauschbetrag, den die AUVA an Fondsspitäler für dort behandelte Unfallpatienten an den Hauptverband der Sozialversicherungsträger abführen muss. Dieser wurde zuletzt von 205 auf 209 Mio. Euro jährlich erhöht. Die AUVA will stattdessen auf eine transparente Einzelfallabrechnung umstellen. Dann wären nämlich nur rund 50 Mio. Euro zu zahlen, man würde sich also eine Überzahlung von 150 bis 160 Mio. Euro sparen.

Weitere 40 bis 50 Mio. Euro wären zu holen, wenn die AUVA nicht mehr für Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall aufkommen müsste, und 160 Mio. würde es bringen, wenn die Versicherung mehr für die Behandlung von Freizeitunfällen in ihren Krankenhäusern bekäme. Statt 850 bis 1.000 Euro pro Tag bekomme die AUVA hier nämlich nur 240 bis 250 Euro ersetzt. “Wenn wir das zusammenrechnen, dann kommen wir schon in die Größenordnung der geforderten Senkung der Arbeitgeberbeiträge”, sagte der AUVA-Obmann.

Kapsch betonte, die AUVA könne Vorbild für Reformmöglichkeiten im gesamten Sozialversicherungsbereich sein. Er sprach sich auch dafür aus, dass es zu einer Entflechtung zwischen den politischen Zielsetzungen und der operativen Führung der Träger kommen müsse. Die geplante Reduktion auf nur noch fünf Sozialversicherungsträger begrüßte er. Dies solle schnell umgesetzt werden, und zwar ohne Rücksichtnahme auf die “Befindlichkeit” einzelner Landeshauptleute.

Dass die AUVA mit der Auflösungsdrohung unter Druck gesetzt wird, wertete er als ungerecht, aber nur, weil es in anderen Bereich des Systems nicht geschehen sei. “Wenn Sie keine Konsequenz an die Wand malen, geschieht in den meisten Fällen nichts”, sagte der IV-Präsident.

(Schluss) ham/mk

ZBR Newsletter Dezember 2017

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Liebe Kollegin,

lieber Kollege,

eine spannende und bedrohliche Zeit ist das jetzt in der AUVA. Ich möchte dich auf diesem Wege über die aktuelle politische Diskussion, Neuigkeiten aus der Vorstandssitzung und über weitere Aktivitäten kurz informieren. Beginnen wir gleich mit dem brennendsten Thema:

Zur aktuellen politischen Diskussion über die AUVA

Wie du sicher den Medien und den internen Informationen entnommen hast, arbeitet die wahrscheinlich nächste Bundesregierung daran, das zu machen, was sie im Wahlkampf angekündigt hat, nämlich in die Sozialversicherung und ihre Struktur einzugreifen. Ob dies zum Nutzen der österreichischen Bevölkerung geschieht und die Gesundheitsversorgung verbessert, kann ich den Informationen, die veröffentlicht werden, noch nicht entnehmen, da in meiner Wahrnehmung mehr darüber diskutiert wird, welche Träger es in Zukunft geben soll und wie sie heißen könnten, als über inhaltliche Positionen. Sehr häufig liest man von einer Zusammenlegung von Trägern. Bei der AUVA steht selten Zusammenlegung, da wird eher von Zerschlagung gesprochen. Ob das Zufall ist?

Oder will man wirklich ein System auflösen, das durch die Verzahnung der vier Säulen Prävention, Unfallheilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung für die guten Erfolge und die hochwertige Versorgung unserer Versicherten sorgt? Weiterlesen

AUVA ZBR Kegelturnier

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Vom 17.-18.November 2017 fand das traditionelle AUVA ZBR Kegelturnier wieder in den Räumlichkeiten des ASKÖ Centers Graz Eggenberg statt. Die Organisatoren BRV Wohlmutter Kurt und BRV Stv. Kurnik Alfred sorgten wieder mit kräftiger Unterstützung und Moderation von Hr. Lippitsch Markus für einen tolle Veranstaltung. Heuer konnten die Veranstalter erstmals wieder eine steigende Teilnehmerzahl feststellen. Vom UKH Klagenfurt war dieses Jahr auch wieder eine Herren und eine Damenmannschaft mit dabei. Vor allem unsere Kolleginnen Puschmann Beate und Kleiner Maria sorgten wieder für ausgezeichnete Leistungen.

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ZBR Mitarbeiterinformation “Herbst Newsletter”

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Sehr geehrte Kollegin, Sehr geehrter Kollege,

da kürzlich wieder eine Vorstandssitzung stattfand, möchte ich dich über Neuigkeiten und interessante Entwicklungen in und rund um unsere AUVA informieren. Beginnen möchte ich aber mit einem Thema, an dem man derzeit nicht vorbei kann.

Nationalratswahl

Wie allerorts erkennbar stecken wir mitten im Wahlkampf. Plakate, die an manchen Kreuzungen die Sicht einschränken und kritische Situationen im Straßenverkehr hervorrufen, versuchen unsere Aufmerksamkeit ebenso zu lenken, wie Werbespots im Radio und im Internet, Zeitungsannoncen oder Diskussionen zwischen Spitzenkandidaten im Fernsehen. Was all diese Darstellungen gemeinsam haben, sind verkürzte Aussagen, die teilweise wie einfache Kochrezepte klingen. Gleich mehrere Parteien meinen, Österreich müsse bei der sozialen Absicherung sparen und brauche eine Zusammenlegung von Sozialversicherungen, damit das System billiger würde. Auch Privatisierungen würden helfen, Geld zu sparen. Diese Darstellung negiert aber leider zum einen die Ergebnisse internationaler Vergleichsstudien wie jener der OECD oder auch der Effizienzstudie der Bundesregierung, über die wir vor wenigen Wochen informierten. Denn diese Studien belegen, dass die Kosten im internationalen Vergleich der Sozialversicherungssysteme in Österreich günstig sind und die Zufriedenheit mit dem System hoch ist. Zum anderen wird Sparen als Devise ausgegeben, um das System billiger zu machen. Aber effizient wäre auch, wenn ich überschüssige Mittel zu einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der Leistungen an Versicherte verwende, statt Kosten und Leistungen zu senken.

Die Effizienzstudie empfiehlt auch nicht, zuerst Sozialversicherungsträger zusammen zu legen, sondern eine Angleichung der Leistungen der unterschiedlichen Träger. An dieser Forderung wird in den Krankenversicherungen schon gearbeitet.

Von vielen Politikern hört man zur Sozialversicherung nur das Wort „Zusammenlegung“. Lediglich die derzeit stärkste Partei sieht diese Maßnahme als nicht zielführend und fordert mehr Kooperationen der Träger.

Warum die guten Resultate aus der Studie kaum Beachtung in den Medien finden und stattdessen Beschäftigte in der Sozialversicherung gerne als „Privilegienritter“ bezeichnet werden, sei dahingestellt.

Nur zur Wiederholung: Von allen 40 untersuchten Sozialversicherungssystemen hat Österreich das System mit der höchsten Zufriedenheit und den zweitniedrigsten Kosten!

Wir hatten in Österreich übrigens schon Zusammenlegungen von Sozialver-sicherungsträgern. 2002 wurden unter „Schwarz/Blau“ die Pensionsver-sicherungsanstalt der Arbeiter und die der Angestellten zusammengelegt. Der Rechnungshof hat festgestellt, dass die Kosten dieser Fusion deutlich höher waren als die Einsparungen. Diese Erfahrung machte übrigens auch Deutschland. Auch dort wurden Träger zusammengelegt, in den meisten Fällen stiegen dabei die Kosten. Und auch was Privatisierungen betrifft, haben wir in der Sozialversicherung Erfahrungswerte: Nachdem die private Beteiligung beim Betrieb des neuen UKHs und der Landesstelle in Linz beendet wurde, sanken die Kosten für die AUVA um mehrere Millionen € pro Jahr.

Am 15. Oktober wird sicher eine Richtung festgelegt, wohin sich die Österreichische Sozialversicherung entwickeln wird. Wir alle können diese Richtung mitbestimmen, wenn wir uns genau informieren, wie sich die einzelnen Vorstellungen der Parteien auf unseren eigenen Arbeitsplatz auswirken und wenn wir unser Stimmrecht nutzen.

Quo vadis UKH Salzburg? Weiterlesen